

Das Gebiet von Rimini erstreckt sich auf dem Grenzgebiet zwischen dem südlichsten Teil der Poebene und der eigentlichen italienischen Halbinsel. Die Landschaften sind abwechslungsreich gestaltet: gegen Osten das Meer, im Südwesten das subapenninische Gebirge mit hügeligen zum Meer abfallenden Hängen, im Norden hingegen die Ebene.

Die Weinberge zu Füßen der Rocca di Verucchio - Rimini
- Ebene mit insgesamt 26.470 ha Gesamtfläche (Gemeinden Bellaria-Igea Marina, Cattolica, Misano Adriatico, Riccione, Rimini, San Giovanni in Marignano und Santarcangelo di Romagna);
- Hügellandschaft mit insgesamt 26.900 ha Gesamtfläche (Gemeinden Coriano, Gemmano, Mondaino, Montecolombo, Montefiore Conca, Montegridolfo, Montescudo, Morciano di Romagna, Poggio Berni, Saludecio, San Clemente, Torriana und Verucchio). Die Provinz, die senkrecht zur Küste ausgerichtet ist, gliedert sich in drei primäre Einzugsgebiete (Marecchia, Conca, Marano) und vier sekundäre Einzugsgebiete (Uso, Rio Melo, Ventena, Tavollo). Parallel zum Meer verlaufend kann sie in vier Landschaftseinheiten „veranschaulicht“ werden, wobei jede einzelne eine „Umgebungskulisse“ mit spezifischen Eigenschaften aufweist.
1- Mittelhügel
Dies ist der innerste und zentralste Teil der Provinz (im Allgemeinen 200 bis 400 m ü. M.), der durch beachtliche Höhenunterschiede charakterisiert wird und auch ausgeprägte Erhebungen aufweist (Gemmano, Montescudo, Torriana, Verucchio), wobei eine gewisse wellige Kontinuität und die typisch sanfte Hügeligkeit vorwiegt. Die steilsten Hänge werden durch im Allgemeinen stabile und kompakte Steinbildungen charakterisiert. Auf den minder steilen Hängen haben sich weniger ausgeprägte landwirtschaftliche Aktivitäten angesiedelt, die an den Grenzen zu den breitmaschigen Wäldern und Gebüschen – spärliche Zeugen des heute flächenmäßig und qualitativ reduzierten Waldbestands – Halt machen.

Aussicht von der Rocca di Montefiore
2. - Hügelerhebungen
Das Landschaftsbild der Provinz wird von den Hügeln geprägt, die eine Höhe unter 200 m ü. M. aufweisen.
Mit ihren rundlichen Formen gehen die Hügel graduell zur Ebene über. Tonhaltige und tonig-sandige Formationen charakterisieren diese Landschaft. Die spontanen Vegetationsformen sind eher selten, der Waldbestand spärlich und breitmaschig. Das Landschaftsbild wird von der Landwirtschaft, insbesondere dem Wein- und Olivenanbau, geprägt.
Die Talsohlen zeichnen sich durch mehr oder weniger alte Anspülungen und die periodische Änderungen der hydrogeologischen Absetzungen aus, die vorwiegend aus der von Sturzbächen geprägten Landschaft hervorgeht, die alle Wasserläufe charakterisiert.
Es sind die Hügel, die das Landschaftsbild am meisten prägen, insbesondere in Bezug auf den graduellen Übergang von den typischen Formen der Ebene und der Küste zum sanfteren Gebirge des Apennins von Mittel- und Süditalien.
3 - Ebene
Diese Landschaft besteht aus den inneren Grenzen der Schüttkegel im Vorhügelbereich und dem ebenen Bereich der Küste. Sie sind durch die Anspülungen der Flüsse entstanden und zeichnen sich durch die mehr oder weniger breiten und mehr oder weniger tiefen Einschnitte der Wasserläufe aus.
Die Form der Ablagerungen ist kiesig bis sandig-schlammig-tonig: jede einzelne schafft im Großen und Ganzen hochproduktive Böden, die für die agronomische Produktion viele Vorteile bietet. Ein großer Teil der Ebene ist stark anthropogen. Die Urbanisierung großer Flächen wird mit der Integrierung von Dienstleistungen ergänzt, sodass nur ein Teil der Fläche für die Landwirtschaft genutzt werden kann. Die spontane Vegetation beschränkt sich auf einige Stellen im Bereich der Flüsse. In vielen Fällen nimmt sie die Gestalt einer regelrechten Flusslandschaft an, die gewisse Aspekte in Bezug auf die Anthropogeografie mildert. Dieser Bereich bildet sich aus Meeresablagerungen und dem beschränkten Übergangsbereich zu den Kontinentalablagerungen. Der untere Grenzbereich zum Meer entspricht den Endpunkten der Meeresbewegungen und wird durch einen besonders geraden Sandstreifen charakterisiert, der nur durch die Mündungen der Wasserläufe, die senkrecht zum Strand verlaufen, unterbrochen wird.

Meeressicht von den ersten Hügeln
der Gemeinde Montescudo - Rimini
4 - Küste
Die zunächst eben gestaltete Morphologie erfährt beim Übergang zu den Kontinentalablagerungen einen Bruch in Form einer morphologischen Stufe. Das Ausmaß beschränkt sich auf einige hundert Meter und wird durch zeitbedingte Änderungen und den Einfluss des Meers, aber auch menschliche Eingriffe geprägt. Die naturbedingte Zurückeroberung der Sandstrände durch Sandablagerungen stellt einen der umfassendsten und problematischsten Bereiche der Beziehung Mensch-Küstenlandschaft dar. Diesem Problem wurde bis anhin durch die Realisierung großer Bauprojekte für den Parallelschutz des Küstenstreifens entgegengewirkt.
Auszug aus „La Viticoltura ed il Territorio della provincia di Rimini“ – Technisch-wirtschaflticher Bericht als Anlage zum Anerkennungsbegehren für die kontrollierte Herkunftsbezeichnung der Weine „Colli di Rimini“.