

Nachweise, die sich auf den antiken Ursprung dieser Rebsorte beziehen, sind spärlich.
Die erste Erwähnung durch Graf Nuvolone, Direktor der landwirtschaftlichen Gesellschaft in Turin geht auf das Jahr 1799 zurück.
Sicher ist jedenfalls, dass sie ursprünglich aus Monferrato stammt.
Die Barbera-Traube wird vorwiegend in den Regionen Piemont und Lombardei angepflanzt.
Sie stellt eine der italienischen Rebsorten dar, die seit jeher einen bedeutenden Platz in den Anbaugebieten Kaliforniens und Argentiniens eingenommen hat.
Die Barbera-Traube erzeugt bei optimalen Anbaubedingungen vorzügliche Rotweine mit frischem, üppigem, duftendem und als junger Wein auch aggressivem Charakter.
Nach einer gewissen Lagerzeit verfeinert sich der Wein und weist einen trockenen harmonischen Geschmack auf.
Ein sehr sympathischer Tropfen, der aufgrund seiner stichelnden Frische in jungen Jahren als „sommerlicher Rotwein“ gilt.
Er schmeckt gekühlt ausgezeichnet zu einer „Rustida“ (gegrillter Fisch) mit fangfrischem Pesce Azzurro (z. B. Sardellen, Makrelen oder Sardinen).
Der kleinflächige Anbau der Barbera-Traube erfolgt auf den Hügeln von Rimini seit geraumer Zeit. Barbera-Wein des hiesigen Gebiets nimmt denn auch seit 1885 an Wein-Wettbewerben teil.
Eine nachgewiesenermaßen rustikale und produktive Rebsorte, auch wenn optimale Lagen erschlossen werden müssen, da die Weintrauben fäulnisanfällig sind.