

Der einstige Ursprung dieser Rebsorte ist fast gänzlich unbekannt. Ampelographische Berichte aus dem Jahre 1876 und die darauf folgenden Meldungen zum Weinbau aus den 20er-Jahren sprechen von einer in der Umgebung von Rimini angebauten Rebsorte namens Ribolla, im hiesigen Dialekt „Pignulèt“ genannt.
Die Rebsorte Pignoletto wird in der Umgebung Riminis denn auch unter dem Namen Ribolla oder Rebola angebaut und ist sehr geschätzt, da sie wirklich ausgezeichnete Weine hervorzubringen vermag.
Sie wurde einst auch für ausgezeichnete Passitoweine verwendet. Dies geht aus wichtigen Wein-Wettbewerben hervor, die Ende des 19. Jahrhunderts abgehalten wurden.
Diese Rebsorte wird auch in der Provinz Bologna angebaut. Vor kurzer Zeit wurde übrigens die Übereinstimmung mit der umbrischen Sorte „Grechetto di Todi“ festgestellt.
Vermutlich gehört sie der breit gefächerten und diversifizierten Rebsorten namens Greci an, die auf dem Seeweg von den einstigen Seefahrern zu den Küstenorten gebracht wurden.
Sehr interessante und rustikal, mittelmäßige Produktivität. Sie erzielt fruchtige, samtige und sehr angenehme Weine mit gutem Alkoholgehalt.
Sie wird zur Herstellung des „Colli di Rimini Rebola“ in den Versionen Secco, Amabile, Dolce und Passito verwendet.